Glasbausteine

Glasbausteine

Für Modellversuche wurden bislang knapp 30 Prototypen manuell von Spezialisten gefertigt. Für die spätere Produktion dieser massiven Steine muss eine spezielle Produktionslinie aufgebaut werden, die gewährleistet, dass die Steine die hohen Anforderungen an die mechanische Widerstandsfähigkeit aber auch an das äußere Erscheinungsbild garantieren.

Glasbausteine

Software

Die Schnittstelle zwischen Realität und Virtualität: Der Reality Builder ist ein Software-System im Internet, das zwischen Baustelle und Spielern vermittelt.

Über Video-Streams und Sensoren wird die aktuelle Struktur der Berlinität erfasst und auf dem Endgerät des Spielers visualisiert. Der Spieler erkundet mit dem Reality Builder das Gebilde durch Zoomen, Verschieben und Wechseln der Perspektive. Die gewählte Steinposition wird vom System geprüft und an die Baustelle übermittelt, wenn sie den Spielregeln der Statik entspricht.

Das Backend des Reality Builders lebt in der Cloud. Es basiert auf bewährter PaaS-Technologie (Platform as a Service) und ist damit skalierbar und wartungsarm.

Das Frontend ist als Web-Widget realisiert. So lässt es sich in die Berlinität-Website einbetten, oder in eine zukünftige Berlinität-App (iOS, Android). Das Widget ist HTML5/JavaScript-basiert und läuft auf nahezu jedem modernen Web-Browser. Ältere Browser werden mithilfe von Flash unterstützt.

Plädoyer für Wandel und Engagement

Ein Plädoyer für Wandel und Engagement

Gesellschaftliche Hintergedanken

Die Intervention lenkt die Aufmerksamkeit auf Veränderung. Sie verdeutlicht die Relativität von Objekten und Momenten. Wie es der isländische Installationskünstler und UdK-Professor Olafur Eliasson formulierte: „Objekte im Allgemeinen sind nie statisch, genauso wenig sind es Kunstwerke.“ Und ebenso wenig ist es der Zustand der Gesellschaft. Es geht also auch um die Überwindung des Gefühls der Zeitlosigkeit, indem alles immer so war und so bleibt, hin zu einem natürlichen und positiven Umgang mit Veränderungen und gesellschaftlichem Wandel. In diesem Sinne unterstreicht die Intervention die Wirkung und Wichtigkeit von flexiblen Räumen: Auf den Raum kann Einfluss genommen werden und das Mitwirken am Wandel führt zur erhöhten Identifikation. Es entsteht eine individuelle, emotionale Bindung zum Ganzen. Wenn ein Mensch vom Beobachtenden zum Teilnehmenden wird, steigt der Grad der Identifikation. Dieser Gedanke ist nicht neu, verdient aber stetige Aufmerksamkeit.

Ein Berliner Zustand

Berlin ist die Hauptstadt für Kultur und freie Kunst. Ein kollektives, internationales Geflecht vielfältiger Akteure aus Kunst und Kultur hat es dazu gemacht. Daraus hat sich ein einzigartiger Zustand gebildet, für den die Stadt heute weltweit berühmt ist und begehrt wird.

Sie befindet sich im ständigen Wandel – vom Engagement und Enthusiasmus von Menschen aus aller Welt getragen. Ihre Merkmale sind kontinuierliche Bewegung, Kreativität und ein multikulturelles Gewebe als Zeichen für einen neuen Urbanismus. Diesen „Berliner Zustand“ möchte die Intervention huldigen: Ein kollektiv gestaltetes, sich ständig wandelndes, außergewöhnliches Gebilde wird zum Symbol dieses Zustandes. Wir nennen es BERLINITÄT.

Eine tragwerksplanerische Herausforderung

Die GSE Ing.-Ges. mbH ist für die Tragwerksplanung und Objektüberwachung des geplanten Projektes Berlinität zuständig. Was aber ist die Aufgabe eines Tragwerksplaners bei diesem Projekt?

Die Aufgabe des Tragwerksplaners bei diesem „Bauvorhaben besteht zum einen in der Zuarbeit für die ungeregelten Genehmigungsverfahren ( Bauwerk oder nicht, Baugenehmigung oder nicht), in der Klärung der nicht geregelten Materialkennwerte einschließlich der erforderlichen, zu klärenden Sicherheitsanforderungen sowie grundsätzlich in der Entwicklung eines der Form der zu wählenden Glassteine genügenden Tragsystems. Berücksicht werden dabei muss die Ableitung der auftretenden vertikalen Lasten aus dem Eigengewicht der Glassteine sowie der auftretenden horizontalen Lasten, z. B. aus Windbeanspruchung. Dabei muss durch eine gewählte Verzahnung der Glassteine untereinander gewährleistet sein, dass Horizontallasten, die bei Glas nicht durch Reibung Stein auf Stein übertragen werden können, übertragen werden können. Des Weiteren muss durch geeignete „mauerwerksverbandsähnliche“ Anordnungen der Steine ein geeignetes Tragsystem entwickelt werden, welches Aufbauten in der gewünschten Höhe ermöglichen soll und durch ausreichende vertikale und horizontale Verbindung untereinander die Standsicherheit gewährleistet. Statische Modellentwicklungen im 3D - Modus für die Berechnung werden entwickelt.

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